Projekt Transformative Arztpraxen

Das KLUG-Projekt „Transformative Arztpraxen“ wird ermöglicht durch eine Förderung des Umweltbundesamts im Rahmen der Verbändeförderung. Es richtet sich an Schlüsselakteur:innen im ambulanten Sektor und Praxisteams in ganz Deutschland, insbesondere aus den Bereichen Allgemein- und Familienmedizin, hausärztliche Innere Medizin, Pädiatrie und Gynäkologie.

Für interessierte Praxen hat KLUG eine neue Webseite angelegt. Sie finden diese unter klima-gesund-praxen.

Ein Materialpaket für Arztpraxen finden Sie im KLUG-Shop.

Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsbedrohung im 21. Jahrhundert und bietet gleichzeitig eine enorme Chance für ein gesünderes und glücklicheres Leben auf einem gesunden Planeten. Das zu erreichen erfordert eine sozial-ökologische Transformation. Ziel des Projektes ist es diese Transformation im ambulanten Sektor voranzutreiben. Dafür werden Schlüsselakteur:innen in verschiedenen Strukturen, z.B. in Arztnetzen, Fachgesellschaften oder Landesärztekammern identifiziert, in ihrer Arbeit unterstützt und miteinander vernetzt. Zudem werden Praxen dabei unterstützt transformativ zu handeln, indem sie sich zu den Themen Klima- und Gesundheit fortbilden, klimasensible Gesundheitsberatungen durchführen, Informationsmaterial zur Weitergabe erhalten, Energie und Ressourcen im Praxisalltag einsparen und sich gesellschaftlich für Klimaschutz engagieren.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Projektes ist die sogenannte „klimasensible Gesundheitsberatung“, welche teilweise auch unter dem Begriff „Klimasprechstunde“ bekannt ist. Unter einer „klimasensiblen Gesundheitsberatung“ wird dabei der Einbezug von klimaassoziierten Themen in das reguläre Patientengespräch verstanden. Dabei werden beispielsweise Vorteile einer sowohl klimafreundlichen, als auch gesunden Lebensweise, wie z.B. die überwiegend pflanzenbasierte Ernährung, erläutert. Weitere Themen sind die Aufklärung über Risiken und Prävention klimasensibler Krankheiten, wie z.B. Maßnahmen des Hitzeschutzes.

Die klimasensible Gesundheitsberatung zeigt auf, wo durch Verhaltensänderung der einzelne Mensch, die gesamte Gesellschaft und auch die planetare Gesundheit profitieren. Damit solche Verhaltensänderungen möglich sind, reicht es nicht aus, nur den individuellen Lebensstil zu ändern. Patient:innen und Arztpraxen können und müssen sich dafür einsetzten, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die gesundes und klimaschützendes Verhalten ermöglichen. Beispiele hierfür sind sichere Rad- und Fußwege, die aktive Bewegung fördern oder die Verringerung der Luftverschmutzung, die einer der schlimmsten Verursacher von chronischen Krankheiten und vorzeitigen Todesfällen ist, durch den Stopp fossiler Verbrennungsprozesse. Auch effektive Hitzeschutzmaßnahmen erfordern die Zusammenarbeit und Vernetzung der Arztpraxen mit zahlreichen Akteuren, wie Behörden, ÖGD, Katastrophenschutz, Krankenhäusern, aber auch zivilgesellschaftlichen Nachbarschaftshilfestrukturen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist es daher diese Verbindungen herzustellen und zu stärken.

Ansprechpartner: Friederike von Gierke
Email: friederike.vongierke@klimawandel-gesundheit.de

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. 

Das Bundesumweltministerium möchte in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Naturschutz die Umwelt- und Naturschutzverbände bei ihrem Bemühen, umweltpolitische Belange in der Gesellschaft zu verankern, stärken. Hierfür gibt es die Möglichkeit zur Verbändeförderung durch das Umweltbundesamt.

Nachhaltig Impfen

Viele Dinge sind in der Medizin eine Selbstverständlichkeit geworden, so zum Beispiel auch die Nutzung von Handschuhen. Diese waren vor einigen Jahrzehnten eine Errungenschaft, die viele Prozeduren hygienischer gestaltet haben. Aber es ist nicht bei allen medizinischen Prozeduren sinnvoll Handschuhe zu tragen, so zum Beispiel auch nicht beim Impfen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, die aktuelle COVID-19 Impfung gibt jedoch Anlass Maßnahmen zu prüfen, auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Bei Millionen von Impfungen ist „Nachhaltig Impfen“ sicher eine Maßnahme, die lohnenswert ist.

In dieser PDF-Datei sind in 5 Tipps zusammengefasst wie anhand der COVID-19 Impfungen Nachhaltigkeit nicht nur im pandemischen Sinne sein kann.

Die Initiative „Nachhaltig Impfen“ wird von führenden Fachgesellschaften und Netzwerken unterstützt, gerne können Sie die PDF-Datei teilen.

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