Informationen zu Hitze und COVID-19

Der Sommer steht vor der Tür – Schutz vor hitzebedingten Gesundheitsschäden

Hohe Temperaturen und Hitzewellen können sich im Sommer für viele Menschen negativ auf ihre Gesundheit auswirken. Besonders anfällig sind ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen (z.B. mit Herz-Kreislauf oder Atemwegserkrankungen, Erkrankungen der Niere oder psychische Erkrankungen), kleine Kinder und alle, die im Freien arbeiten.

Hitze kann Hitzestress und Erschöpfung auslösen und zum Hitzschlag führen, außerdem können sich bestehende Vorerkrankungen verschlimmern. In den heißen Sommern 2003, 2006, 2015 und 2018 kam es in Deutschland jeweils zu einer hohen Zahl von hitzebedingten Todesfällen. Laut Robert-Koch-Institut waren das im Sommer 2018 zum Beispiel in Berlin 490 und in Hessen 740 Todesfälle.

Um die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Hitze zu lindern oder abzuwenden, ist Vorsorge nötig. Hitzewarnungen durch den Wetterdienst, Informationen für die Bevölkerung, wie auch Ärzte und Pflegeeinrichtungen, sowie städteplanerische und bauliche Maßnahmen sollten in einem Hitzeaktionsplan zum Schutz der Gesundheit zusammengeführt werden. Entsprechende Handlungsempfehlungen hat das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) 2017 veröffentlicht, die aber bisher auf regionaler und lokaler Ebene nicht systematisch umgesetzt wurden. Das rasch zu ändern, ist auch eine zentrale Empfehlung des Lancet Countdown Policy Briefs für Deutschland 2019.

Hitze und Covid-19: Doppeltes Risiko

Diesen Sommer muss bei der Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden gleichzeitig dem Infektionsrisiko durch SARS-CoV-2 Rechnung getragen werden. Zum einen, weil sich die Risikogruppen für hitzebedingte Gesundheitsauswirkungen und für schwere Verläufe von COVID-19 weitgehend überschneiden und damit deren Schutz besonders gefordert ist. Zum anderen, weil die Schutzmaßnahmen unter den Regeln des Infektionsschutzes ausgeführt werden müssen, und das Gesundheitssystem maßgeblich mit Covid-19 Maßnahmen beschäftigt ist. Eine doppelte Welle von Covid-19 und von Hitze- Patienten könnte medizinisches Personal und Gesundheitseinrichtungen zusätzlich belasten oder überfordern.

Experten vom Helmholtz Zentrum München, dem Universitätsklinikum Heidelberg und KLUG haben in einer ad hoc Arbeitsgruppe vier Informationsblätter für diese besondere Herausforderung zusammengestellt: allgemeine Hinweise für besonders betroffene Bevölkerungsgruppen, für Ärzte, für Pflegeheime und für medizinisches Personal, das bei großer Hitze in Schutzausrüstung arbeiten muss.


Videos zu Hitze und Covid-19

Auswirkungen von Hitzebelastung auf chronisch Kranke in Zeiten der Covid-19 Pandemie

Beim Abspielen eines YouTube-Videos werden Daten an YouTube übermittelt und Cookies in Ihrem Browser gesetzt. Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Covid-19 und Klimawandel bedingte Hitzeperioden – eine Herausforderung für das Gesundheitssystem

Beim Abspielen eines YouTube-Videos werden Daten an YouTube übermittelt und Cookies in Ihrem Browser gesetzt. Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Spiel mit dem Feuer – Über die physiologischen Grenzen der Hitzeanpassung von Menschen

Beim Abspielen eines YouTube-Videos werden Daten an YouTube übermittelt und Cookies in Ihrem Browser gesetzt. Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Gefährliche Hitzewellen als Herausforderung für Gesundheitswesen und Kommunen (KLUG-Webinar)

Beim Abspielen eines YouTube-Videos werden Daten an YouTube übermittelt und Cookies in Ihrem Browser gesetzt. Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Hintergrundmaterial und Link-Tipps


COVID-19