Call to Action 2018

Eine große Gruppen von Aktiven aus dem KLUG-Netzwerk auf der "Fridays for Future"-Demo am 24. Mai 2019 in Berlin. (c) KLUG

Ein Aufruf zum Handeln. Der Klimawandel ist eine globale medizinische Krise. Er droht jahrzehntelange Fortschritte in Gesundheit und Entwicklung zunichte zu machen, großes menschliches Leid auszulösen, Ungerechtigkeiten im globalen Gesundheitssystem zu vertiefen, und die ökologischen und wirtschaftlichen Systeme zu gefährden, von denen unser Überleben abhängt.

Die Welt erlebt beispiellose Hitzeperioden, Dürren, Brände und Stürme. Jetzt ist ein entscheidender Augenblick für Führungspersonen, ihre Verpflichtungen zum Klimaschutz zu überdenken und zu verstärken.

Klimaschutz für Gesundheit: Die Eindämmung des Klimawandels kann erhebliche Verbesserungen für die Gesundheit mit sich bringen und bereitet den Weg für eine nachhaltige Entwicklung für alle. Als führende Fachkräfte und Organisationen im Gesundheitswesen aus aller Welt appellieren wir an lokale, nationale und globale Politiker, jetzt zu handeln, um die Schädigung des Klimas signifikant zu reduzieren und Klimaresilienz aufzubauen.

Gesundheitssektor für Klimaschutz: Immer mehr Gesundheitsorganisationen weltweit treten aktiv für Klimaschutz ein. Wenn wir die nachhaltigen Entwicklungsziele und die Zielsetzungen des Pariser Abkommens erreichen wollen, muss der Gesundheitssektor mehr tun.

Mit den richtigen politischen Strategien und Investitionen hier und heute haben wir die Möglichkeit, unsere Vision von gesunden Menschen an gesunden Orten auf einem gesunden Planeten zu verwirklichen. Die folgenden zehn vorrangigen Maßnahmen stellen wesentliche Schritte dar für den Schutz der Gesundheit und die Förderung des menschlichen Wohlergehens im Zeitalter des Klimawandels:

  1. Die Zusagen des Pariser Abkommens erfüllen und stärken.
  2. Übergang von der Nutzung von Kohle, Öl und Gas hin zu sauberer, sicherer und erneuerbarer Energie.
  3. Übergang hin zu CO2-freien Transportsystemen, mit einem Schwerpunkt auf aktiver Mobilität.
  4. Regionale, gesunde und nachhaltige Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssysteme aufbauen.
  5. Sich für eine Politik einsetzen, welche einen gerechten Übergang für Arbeitnehmer und Gemeinden unterstützen, die durch den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft Nachteile erleiden.
  6. Sicherstellen, dass die Gleichstellung der Geschlechter beim Klimaschutz von zentraler Bedeutung ist.
  7. Die Stimme des Gesundheitssektors erheben, um Klimaschutz zu fordern.
  8. Klima-sensible Lösungen in alle Systeme des Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheit einbauen.
  9. In Anbetracht des Klimawandels die Kommunen widerstandsfähig machen.
  10. In Klimaschutz und Gesundheit investieren.

Diese zehn vorrangigen Bereiche zeichnen den Weg auf für ein starkes, koordiniertes und schnelles gemeinschaftliches Handeln zum Schutz unserer Gesundheit und der Gesundheit künftiger Generationen.

Call to Action on Climate and Health

Anlässlich des Global Climate Action Summit am 12.09.2018 in San Francisco kündigten etwa 60 internationale Gesundheitsorganisationen an, sich stärker für gesundheitlichen Klimaschutz zu engagieren. Sie veröffentlichten einen Call to Action on Climate and Health, der für ein verstärktes Engagement und entschlosseneres schnelles Handeln gegen den Klimawandel, die größte Bedrohung der Gesundheit im 21. Jahrhundert, aufruft. Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit gehört mit zu den 60 Erstunterzeichnern.

Der oben vorliegende Text ist eine Zusammenfassung der deutschen Langfassung des Aufrufs zum Handeln: Für Klima und Gesundheit.

Hier finden Sie die englische Originalfassung des Call to Action on Climate and Health.

Weitere Informationen zum "Aufruf zum Handeln: Für Klima und Gesundheit"