Am: 06.05.2026 18:30 Uhr
Ende: 06.05.2026 20:00 Uhr
Ort: Online

„Diagnose Verschmutzung“: CPHP startet digitale Veranstaltungsreihe zu Umweltchemikalien

Umweltchemikalien begegnen uns heute überall: In Alltagsprodukten, in unserer Umwelt – und längst auch in unserem Körper. Während sie aus unserem modernen Leben kaum wegzudenken sind, rückt eine zentrale Frage immer stärker in den Fokus: Welche Auswirkungen haben diese Stoffe auf unsere Gesundheit – insbesondere für vulnerable Gruppen wie Schwangere oder Kinder?

Gesundheitsberufe wie Pflegefachkräfte, Ärzt*innen oder Hebammen spielen eine zentrale Rolle im Umgang mit den gesundheitlichen Folgen von Umweltchemikalien: Sie beraten Patient*innen, begleiten sensible Lebensphasen wie Schwangerschaft und frühe Kindheit und können wichtige Impulse für Prävention und strukturelle Veränderungen setzen. Gleichzeitig sind viele Risiken bislang wenig im Versorgungsalltag verankert – und konkrete Handlungsoptionen oft nicht ausreichend bekannt.

Schwangere Frau sitzt mit Händen auf dem Bauch und hält einen Zweig mit Blättern neben Text zu Umweltchemikalien in Schwangerschaft und Frühkindheit mit Veranstaltungsdetails

Genau hier setzt die neue Fortbildungsreihe des CPHP für Gesundheitsberufe an. Im Rahmen des von der TARGOBANK Stiftung geförderten Projekts „Diagnose Verschmutzung: Umweltchemikalien als Gesundheitsproblem – vom Wissen zum Handeln“ wird fundiertes Wissen zu gesundheitlichen Risiken vermittelt und konkrete Handlungsoptionen für die Praxis aufgezeigt.

Den Auftakt bildet am 06. Mai um 18.30 Uhr das Webinar “Frühe Exposition – späte Folgen? Umweltchemikalien in der Schwangerschaft und Frühkindheit.” Im Fokus stehen insbesondere hormonell wirksame Substanzen („Umwelthormone“), die bereits in sehr niedrigen Dosen empfindliche Entwicklungsprozesse beeinflussen können.

Neben fachlichen Impulsen u.a. von Dr. Florence Fischer (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig) und Antonia Reihlen (CHEM Trust Europe e.V.) bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen u.a. folgende Fragen diskutiert werden:

  • Welche gesundheitlichen Risiken durch Chemikalien bestehen – insbesondere für Schwangere und Kinder? Und wie lässt sich die Belastung im Alltag reduzieren?
  • Welche Rolle können und sollten die Gesundheitsberufe im Umgang mit Umweltchemikalien einnehmen?
  • Wie können wir das Thema stärker im beruflichen Alltag verankern? Welche guten Beispiele aus der Praxis gibt es bereits?
  • Was muss politisch passieren, um insbesondere vulnerable Gruppen besser zu schützen?
  • Wie können wir uns vernetzen, um gemeinsam strukturelle Veränderungen anzustoßen?

Moderiert wird die Veranstaltung von Marie Jung, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des CPHP.

Das Webinar ist kostenfrei und richtet sich insbesondere an Angehörige aller Gesundheitsberufe, da diesen im Umgang mit den gesundheitlichen Folgen von Umweltchemikalien eine besondere Rolle zukommt – interessierte Personen aus anderen Bereichen sind jedoch ebenfalls herzlich willkommen!

Die Webinare der Reihe sind thematisch unabhängig voneinander und können einzeln besucht werden. Gerne kann auf Wunsch im Anschluss eine Teilnahmebestätigung ausgestellt werden.